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Storytelling in der Unternehmenskommunikation: Wenn Unternehmen Geschichte(n) machen

[Blog-Einleitung-Start]„Papa, kannst Du uns bitte eine Geschichte erzählen?“ Der verständliche Wunsch meiner Kinder hat mich auch beruflich aufhören lassen. Sie lieben Geschichten. Warum auch nicht? Geschichten bieten so vieles: Handlung, Spannung, Abwechslung, Charaktere, Wiedererkennung. Gute Geschichten bieten weit mehr als nur Unterhaltung – sie wecken Emotionen, sie lehren, sie lassen uns das Leben spüren.[Blog-Einleitung-Ende]

Storytelling in der Unternehmenskommunikation

Auch in der modernen Unternehmenskommunikation hat man den Wert von Geschichten erkannt. „Storytelling“ nennt man das. Die Idee dabei ist zunächst relativ einfach: Warum nicht die Themen, die unsere Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen bieten, einfach mal als Geschichten aufarbeiten und erzählen? Also weg von Pressemitteilung, Werbeflyer oder Produktdatenblatt – hin zu den spannenden Filmen, die unsere Unternehmen in der Lage sind zu schreiben und die in unseren Köpfen ablaufen.

Packende Geschichten „verkaufen“

Sie glauben, das geht nicht? Gestatten Sie mir, Ihnen zu widersprechen. Schon mehrfach habe ich es bei Kunden erlebt, dass aus verschiedenen Gründen deren Betätigungen oder Produkte nur schwer zu erklären und zu „verkaufen“ sind. Wohl aber, wenn man sie in packende Geschichten packt, die uns teilhaben lassen. Warum beispielsweise nicht einmal die Arbeit eines Arztes aus Sicht des Virus schildern? Oder die Funktionsweise einer Software als Reise des Users auf der erfolgreichen Suche nach Lösung seiner Probleme? Oder die Historie eines Unternehmens als unterhaltsame und spannende Reise durch die Zeit?

Geschichten aus der Sichtweise der Zielgruppe

Ich hatte beispielsweise einmal den Fall einer Gruppe von Ärzten, die ehrenamtlich rund um die Welt Menschen, die durch Krieg, Hunger oder Krankheit furchtbar körperlich entstellt sind, durch plastische Chirurgie wieder ein neues Leben ermöglichen. Ihre Arbeit in Pressemitteilungen schildern? Unmöglich. Werbeflyer? Unangebracht. Bildmaterial? Vorhanden, aber das kann man niemandem zumuten. Was also tun? Ihre Arbeit, verpackt in eine Reportage aus Sicht eines Jungen, den sie behandelt und dem sie wieder ein neues Ich geschenkt haben, war eine Lösung, die gleich bei verschiedenen Zielgruppen ankam.

Lösungen gibt es viele, aber sehr individuelle. Das ist ein weiterer Vorteil. Auf der Suche nach kommunizierbaren USP’s und nach Aufmerksamkeit kommen viele Unternehmen heute mit Standardlösungen nicht mehr viel weiter. Dann heißt es, neue und alternative Wege zu finden, um die Themen rund um das Unternehmen attraktiv zu verpacken und konsumierbar zu machen. Und das mit zum Teil erstaunlichen Ergebnissen.

Storytelling im Härtetest

So hat etwa eine Studentin in ihrer Master-Arbeit, die Sie unter meiner Betreuung verfasst hat, das Instrument Storytelling auf den Prüfstand gestellt: Die Geschichte eines Badezimmers, erzählt aus Sicht einer elektronischen Lüftungsklappe. Spannend. Mitreißend. Und produkterklärend. In der Abschlussarbeit wurde die Geschichte einem der härtesten Tests unterzogen: Dem Urteil eines konservativen Kundenklientels im klassischen B2B-Bereich. Ergebnis: Entgegen aller Erwartungen fand fast die Hälfte der Befragten die Geschichte als Instrument interessant, knapp 20 Prozent der Befragten hätten sich aufgrund der Geschichte für den Kauf des Produktes entschieden. Oft gehörte Begründung: „Einfach mal was anderes und interessanteres als ein Produktdatenblatt oder eine nüchterne Beschreibung.“ Ein absolut erstaunliches Ergebnis anhand des Produktes und seiner Umgebung.

Und was ist Ihre Geschichte?

Überlegen Sie sich doch einmal, welche spannenden Geschichten Ihre Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen bieten. Wann fangen Sie an, Geschichte(n) zu schreiben?

Storytelling

Storytelling: was ist Ihre Story?

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