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Wer schnell laufen will, darf sich nicht die Beine abschneiden

[Blog-Einleitung-Start]Ein Beitrag von Klaus Baake zum Thema Restrukturierung und Neuorganisation.

Über die vergangenen Jahre hinweg wurden viele Unternehmen von Fakten überrascht, die Sie nicht wahr haben wollten, weil sie dies für Ihr Unternehmen nicht für zutreffend halten wollten.[Blog-Einleitung-Ende]

Die Hoffnungen mit dem Sparen und dem Trainerwechsel

Es ist ein schmerzhafter Prozess zu erkennen, dass „Liebgewonnenes“ für ein Unternehmen im heutigen Wettbewerb nicht mehr opportun ist. Ist diese Einsicht gelungen geht es sehr schnell darum Lösungen zu finden, die den Schmerz lindern. Ansätze gibt es viele. Das Gießkannenprinzip des „Sparens“, die Möglichkeit des Trainerwechsels, dabei wird gerne eine Austausch in der Führungseben vorgenommen, eines der verbreitetsten Hilfsmittel, das regelmäßig mit vielen Hoffnungen für das Unternehmen verbunden ist, aber regelmäßig scheitert. Die Beispiele sind Legion und über die gesamte Wirtschaft verteilt. Keine Branche ist davor sicher. Aber warum ist das so?

Geschäftsführer haben regelmäßig zeitlich begrenzte Verträge, oftmals dotierten Ausgleitregelungen.

Somit ist der neue Entscheider an der Spitze des Unternehmens dazu gezwungen, schnellstmöglich Erfolge in dem Neuen Unternehmen nachzuweisen, dabei sind die ersten 100 Tage die wichtigsten.

Warum Betriebswirte Personal anders sehen

Es werden die großen „Kostenerzeuger“ eines Unternehmens identifiziert und Einsparungen angeordnet. Zwangsläufig kommt hier das Personalwesen als Einsparungspotential in den Fokus der Begehrlichkeit. Natürlich verbirgt sich darin die zahlenorientierte Logik des Betriebswirtes, die eine unvermeidliche Überzeugungskraft beinhaltet. Der „Personaler“ sieht die Vorgaben etwas umfassender. Für den Personaler sind diese Vorgaben, die ja einen Rückschnitt des Personals beinhalten etwas zwiespältig. Natürlich kann sehr schnell eine „Sozialauswahl“ getroffen werden, damit der Gesetzeslage Genüge geleistet wird und das sich daraus ergebende Abbaupotenzial dem Ratioeffekt zugeführt werden. Aufgabe erfüllt, irgendwie geht es dann schon weiter …

Nachhaltigkeit im Personalwesen

Das Personalwesen ist von seiner grundsätzlichen Ausrichtung und Einstellung eine Interfacefunktion, die auf Nachhaltigkeit mit der notwendigen Flexibilität ausgerichtet ist. Es wird also immer zwischen den Zielen der Geschäftsführung, den Interessen der Belegschaft und auch den eigenen in einem Spannungsfeld gearbeitet werden. Dies kann sehr fruchtbar sein, oder sehr „furchtbar“. Mit dem erforderlichen Feingefühl und einer langjährigen Erfahrung ist es durchaus möglich, dennoch befriedigende Ergebnisse zu erzielen, ohne, dass die „Beine abgeschnitten“ werden und irreparable „Schäden“ entstehen, die dem Unternehmenserfolg entgegen wirken können.

 

100m Lauf

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