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Diversity Management

Das Diversity Management (DiM) (im amerikanischen Wirtschaftsraum Managing Diversity genannt) beschäftigt sich mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten unter den Mitarbeitern eines Unternehmens (Workplace Diversity) sowie der Zusammensetzung der Bezugsgruppen. Darunter fallen die Vielfalt auf dem Arbeitsmarkt (Workforce Diversity) und die Vielfalt der Absatzmärkte. Diversity Management gehört zu den strategischen Elementen eines Unternehmens und ist daher Aufgabe des Managements.

Das zentrale Ziel von DiM ist es, die im Unternehmen vorhandene Arbeitskraft bestmöglich zu nutzen und dabei die verschiedenen Minderheiten innerhalb des Unternehmens so gut wie möglich einzubinden, sowie Strategien, Programme und Maßnahmen für einen konstruktiven und produktiven Umgang mit Vielfalt zu finden. Diese Minderheiten können dabei viele verschiedene Gruppen sein, die sich durch Merkmale wie Geschlecht, Nationalität, Ethnizität, Kultur, Religion, sexuelle Identität bzw. Orientierung, familiäre bzw. Lebenssituation, Klasse, Ausbildung, Werte, Verhaltensmuster, etc. unterscheiden bzw. gleichen.

Für alle Mitarbeiter soll gelten, dass ein ‚Wir-Sie-Gefälle‘ zwischen verschiedenen Mitarbeitergruppen durch ein Wir-Gefühl ersetzt wird. Setzt ein Unternehmen kein DiM ein, dann können daraus höhere Kosten entstehen, weil die Fluktuationsrate sowie die Fehlzeitenrate der Mitarbeiter aus einer Minderheit höher sind, als die der anderen Mitarbeiter. Ein Unternehmen das DiM einsetzt, kann sich somit einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Allerdings müssen die Führungskräfte befähigt werden, eine kulturell vielfältige Belegschaft zu führen.

Insgesamt gibt es aber keinen klar definierten Maßnahmenkatalog für DiM. Die generellen Gründe für den Anstieg von DiM sind für jedes Land bzw. für jede Region individuell. Insgesamt jedoch trägt die Globalisierung stark dazu bei, dass DiM immer notwendiger wird. In diesem Rahmen sind z.B. Migration, demographischer Wandel, Wertewandel sowie soziale Bewegungen, zu nennen. Diese Gründe tragen alle zu einer größeren Vielfalt an Identitäten, Lebensformen und Lebenslagen bei. Dies alles führt dazu, dass sich Unternehmen mit der Frage beschäftigen müssen, wie man mit kulturellen Unterschieden umgeht und das Potential von Unterschieden bestmöglich nutzt. In Deutschland gibt es auch einen rechtlichen Rahmen. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) zielt darauf ab, eine Benachteiligung von Minderheiten zu vermeiden (vgl. Bundesministerium der Justiz, 2006).

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