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Generationengerechtigkeit

Der Begriff der Generationengerechtigkeit ist ein fester Bestandteil von aktuellen politischen, philosophischen und gesellschaftlichen Diskussionen. Die Idee der Generationengerechtigkeit ist ein spezieller Anwendungsfall der durchgängigen Idee der Gerechtigkeit. Unter Gerechtigkeit wird in diesem Zusammenhang die Gerechtigkeit von Lebensverhältnissen innerhalb einer sozialen Gemeinschaft verstanden. Hierzu gehören u.a. die Garantie von Grundrechten und die gerechte Verteilung von Gütern und Lasten. In der Generationengerechtigkeit wird diese allgemeine Vorstellung von Fairness auf die spezielle Situation des Verhältnisses zwischen den Generationen übertragen. Demnach ist die gerechte Verteilung von Gütern und Lasten unter den verschiedenen Generationen ein zentraler Aspekt. Unter dieser Vorrausetzung gilt die Prämisse, dass von jeder Generation die Verpflichtung ausgeht, für die nachfolgende Generation zu sorgen, da sie von der Vorgänger-Generation etwas erhielt. Mit dieser systematischen Vorgehensweise bildet sich eine Kette von Generationen mit einer durchgängigen und kaskadenartigen Verpflichtung.

Unter Generationengerechtigkeit ist zu verstehen, dass die Chance der Bedürfnisbefriedigung von den künftigen Generationen mindestens genauso groß sein sollte, wie die der momentanen Generation. Problematisch hierbei ist, dass die Bedürfnisse der künftigen Generationen nicht a priori determiniert werden können. Somit ist eine Einschränkung der Handlungsmöglichkeit künftiger Generationen nicht akzeptabel. Im Weiteren kann zwischen temporaler und intertemporaler Generationengerechtigkeit unterschieden werden. Die temporale Generationengerechtigkeit umfasst die Gerechtigkeit zwischen den heute lebenden Generationen.

Die intertemporale Generationengerechtigkeit definiert die Gerechtigkeit zwischen den vergangen, aktuellen und zukünftigen Generationen. In diesem Zusammenhang unterliegt die Unternehmensverantwortung darin, verantwortlich und schonend mit vorhandenen Ressourcen und Gütern umzugehen. Neben wirtschaftlichen Erfolgen der einzelnen Betriebe sind es gerade ökologische und soziale Aspekte, die zu berücksichtigen sind. Aktiver Umweltschutz, nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen und gerechte Verteilung von Arbeit über Generationen hinaus, sind einige Aspekte denen Unternehmen in ihrem Wirtschaften Rechnung zu tragen haben.

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