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Minimum Viable Product

Unter dem Begriff Minimum Viable Product, abgekürzt mit dem Kürzel MVP, versteht man auf deutsch ein Produkt mit „minimalen Anforderungen und Eigenschaften“. Das Minimum Viable Product wird häufig zusammen mit dem Gedanken von Lean Startup genannt.

MVP: Schnell und einfach soll es sein

Die grundlegende Idee hinter dem Begriff Minimum Viable Product ist es, im Rahmen des Innovationsmanagement nicht nur ein Konzept zu entwickeln, sondern am Ende eines Innovationsprogrammes auf sehr schnelle Art und Weise ein neues Produkt mit dem unbedingt benötigten Funktionen zu erstellen. Der MVP kann dafür genutzt werden, die Innovation im Unternehmen intern zu Diskutieren und Feedback von potenziellen Kunden für das neue Produkt oder einen Service einzuholen. Mit dem internen und externen Feedback lässt sich dann das minimal viable product später um Funktionalität erweitern und qualitativ verbessern.

Minimale Funktionalität beim Minimum Viable Product

Der wichtigste Part beim Minimum Viable Product ist es, wirklich nur die Funktionen für das neue Produkt einzubauen, die unbedingt nötig sind, um den eigentlichen Zweck des Produktes zu ermöglichen und das Geschäftsmodell zum neuen Produkt zu testen. Durch das Vorgehen mit dem minimal viable product lassen sich analog zum Gedanken von Lean Startup schneller neue Produkte und Geschäftsmodelle entwickeln und die Risiken in der klassischen Produktentwicklung reduzieren.

MVP als Schutz vor großer Fehlentscheidung

Warum möchten Menschen überhaupt ein Minimum Viable Product entwickeln? Das wichtigste Argument für den MVP ist die Minimierung möglicher Risiken von Fehlentscheidungen in der Produktentwicklung. Die klassische Produktentwicklung führt zu einer Vielzahl von Problem. Erstens benötigt die Entwicklung der vollwertigen Produkte benötigt sehr viel Zeit und Geld. Zweitens dauert die Entwicklung wesentlich länger als ein Minimum Viable Product was auch daran liegt, dass das klassische Produktmanagement an feste Innovationsprozesse und Innovationszyklen gebunden ist. Außerdem scheitert ein sehr hoher Prozentsatz an Innovationen, weil das neue Produkt zwar aus Firmeninterner Sicht cool ist, doch die Entwicklung nicht an den Markt und den Kundenbedürfnissen erfolgte. Wenn über einen längeren Zeitraum Zeit und Geld in ein Produkt gesteckt wurde und es nach Marktreife die Zielgruppe nicht oder nicht zu diesem Preis haben möchte, dann ist das für das Produktmanagement sehr ärgerlich, für die Unternehmer zusätzlich sehr verlustreich. Die kaufmännischen Risiken der klassische Produktentwicklung werden von immer mehr Unternehmen hinterfragt.

Mit dem Minimum Viable Product von Startups lernen

Die Entwicklung eines Minimum Viable Product verringert das Risiko von Fehlentscheidungen in der Produktentwicklung. Erfolgreiche Startups machen es vor und entwickeln häufig nur einen Prototyp mit den nötigsten Funktionen und sparen als Unternehmen zunächst viel Zeit und Geld. Zusätzlich kann über das Minimum Viable Product und einen frühen Markteintritt schnell evaluiert werden, ob die Idee und das Produkt am Markt überhaupt eine Chance hat oder nicht.

Dieses Glossar wird laufend aktualisiert. Hier geht es zum Index: Glossar
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