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Reporting

Reporting ist das Berichtswesen, das steuerungsrelevante Informationen aus der Kosten- und Leistungsrechnung sammelt und diese anschließend für die jeweiligen Nutzer aufbereitet. Auf Basis dieser Informationen wird den Nutzern eine Wirtschaftlichkeitsbeurteilung als auch eine zielorientierte Entscheidungsunterstützung ermöglicht. Die Berichterstattung soll Abweichungen von den Zielsetzungen darlegen, um diese anschließend durch Korrekturmaßnahmen beseitigen zu können. Reporting ist Teil eines Management-Informationssystems.

Für die Bekanntmachung als auch die Bewertung von unternehmerischen Aktivitäten bei Corporate Social Responsibility, kurz CSR, ist eine CSR-Berichterstattung notwendig, die Informationen über die Tätigkeiten eines Unternehmens und die umweltbezogenen, sozialen und ethischen Aspekte eines Unternehmens an Stakeholder vermittelt. Die CSR-Berichte bzw. CSR-Reports ermöglichen eine Kontrolle der Einhaltung von CSR Maßnahmen und CSR-Zielen und werden im Geschäftsbericht oder als Nachhaltigkeitsberichte veröffentlicht. Zusätzlich unterstützen sie die Glaubwürdigkeit und die Unternehmenskommunikation. Die Berichte können gemäß der ‚Global Reporting Initiative‘ standardisiert werden, die eine Verbreitung eines allgemeingültigen Konzeptes bzw. allgemeingültiger Richtlinien für eine freiwillige Berichterstattung über ökonomische, ökologische und soziale Aktivitäten von Unternehmen darbietet. Sie legt die Berichterstattungsprinzipien und -inhalte fest und fördert die Unternehmensdarstellung als auch die Vergleichbarkeit von Unternehmen und somit die Transparenz, das Benchmarking und die Unternehmensbeurteilung. ,,Zweck der unternehmerischen Berichterstattung ist es, die Erwartungen von Stakeholdern zu erfüllen, die eigene Unternehmensleistung zu demonstrieren, die Unternehmensziele und -vorgaben aufzuzeigen sowie über die Aktivitäten zu berichten, die zur Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistungen beitragen“.

Die nachhaltige Berichterstattung der Unternehmen entstand Ende der 1990er Jahre aufgrund der zunehmenden gesellschaftlichen Verantwortung und der zunehmenden Forderung nach Transparenz, ausgelöst durch Umweltskandale und Menschenrechtsverletzungen. In den 1970er Jahren wurde eine soziale, ökonomische und ökologische Berichterstattung entwickelt, die dem internen betrieblichen Management und der externen Öffentlichkeit diente, aus welcher sich dann die Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickelte. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung dient der Informationsversorgung, der wechselseitigen Kommunikation und dem Informationsaustausch zwischen Stakeholdern unter Berücksichtigung von CSR-Aspekten. Inhalte der nachhaltigen Berichterstattung können u.a. Arbeitnehmerbefragungen und Diskussionsforen sowie unterschiedliche Stakeholderansichten sein.

Ziel ist es, durch Glaubwürdigkeit der Informationen, Vertrauen zu gewinnen. Dies geschieht durch die Bewertung der Inhalte anhand von Indikatoren und die Veröffentlichung dieser Ergebnisse. Die ökonomische Berichterstattung bietet einen finanziellen und wirtschaftlichen Überblick über die Unternehmen. Die ökologische Berichterstattung beschäftigt sich mit den Umweltauswirkungen von Gütern und mit der Einhaltung bzw. Umsetzung von ökologischen Richtlinien und Standards. Zudem befasst sie sich mit den ökologischen Indikatoren und Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltqualität.

Zur ökologischen Berichterstattung gehören z.B. der Umweltbericht oder die Umwelterklärung. Umweltberichte sind Publikationen über ökologische Fragestellungen eines Unternehmens an interessierte Gruppen. ,,Umwelterklärungen sind spezifische Berichte, die von allen an EMAS […] teilnehmenden Unternehmen verfasst werden müssen, um die Öffentlichkeit und weitere interessierte Kreise regelmäßig über die umweltrelevanten Unternehmensaktivitäten zu informieren“. Die soziale Berichterstattung bezieht sich auf die Arbeitnehmerangelegenheiten sowie auf die lokalen Gemeinschaften und Umweltauswirkungen.

Zu der sozialen Berichterstattung gehört z.B. der Sozial-, Personal- oder gesellschaftsorientierte Bericht. Sozial-, Personal- oder gesellschaftsbezogene Berichte stellen Ziele, Maßnahmen und Leistungen und ihre Auswirkungen auf die mitarbeiter- und gesellschaftsbezogenen Unternehmensaktivitäten dar. Neben den genannten Reports gibt es in Bezug zur gesellschaftlichen Verantwortung auch noch den ‚Corporate Citizenship Report‘, den ‚Non-/Extra-Financial Report‘, den ‚Corporate Social Responsibility Report‘ und den ‚Triple Bottom Line Report‘.

Dieses Glossar wird laufend aktualisiert. Hier geht es zum Index: Glossar
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