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Risk Management

Risk Management, zu deutsch Risikomanagement, lässt sich allgemein als „[…] die Gesamtheit organisatorischer Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung zum Umgang mit den Risiken […]“ definieren. Diese Definition lässt sich um Maßnahmen zur Identifikation, Analyse, Quantifizierung und Kontrolle erweitern; eine Risikotransparenz wird in allen Hierarchieebenen geschaffen.

Es lassen sich allgemeine Grundsätze aus mehreren Konzepten ableiten, die die Phasen des Risikomanagements beschreiben. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um einen dynamischen Prozess der mehrmals durchlaufen werden kann und aus sechs Phasen besteht: Die erste Phase ist die Risikoidentifikation, in der einzelne Risiken nach Risikoarten klassifiziert und identifiziert werden. In der zweiten Phase, der Risikomessung, wird das Risiko über Kennzahlen bewertet. Anschließend werden in der dritten Phase Analysen und Auswertungen durchgeführt, um die Kennzahlen zu bewerten.

Die Risikobewertung stellt zusammen mit der Analyse das Risk Assessment dar und endet meist in einer Entscheidung über ein Vorhaben (Phase vier). Dieses Ergebnis dient anschließend in der fünften Phase als Grundlage zur Risiko-Steuerung; Instrumente sind hier Vorsorgemaßnahmen, Abwälzung, Kompensation und Diversifikation. Abschließend wird in einer letzten Phase das Risikocontrolling durchgeführt, d.h. es findet eine Überwachung, ein Risikoreporting und eine Unterstützung der Unternehmensführung als Hauptaufgabe des Risikocontrollings statt.

Ordnet man Risk Management in den Kontext von CSR ein, so bedeutet das, dass man nicht nur „finanzielle Risiken wie z.B. Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeiten, Kürzung bzw. Kündigung von Kreditlinien […]“ und technologische oder politische Risiken einbezieht, sondern auch andere Risikoarten wie Umweltrisiken oder soziale Risiken. Zu Umweltrisiken gehören Emissionen und Boden-/Gewässerkontaminationen. Soziale Risiken sind zumeist in den Bereichen Verletzung von Menschenrechten, Kinderarbeit und Gesundheitsgefahren zu finden. Weiterhin gehören zu den Risiken die Einhaltung von Arbeitsrichtlinien und Umweltrichtlinien. Um ein Reputationsrisiko durch Glaubwürdigkeitsdefizite der Lieferanten zu vermeiden, welches sich negativ auf alle nachfolgenden Unternehmen auswirken kann, bedarf es spezieller Gegenmaßnahmen. Diese können eine Erhöhung der Transparenz oder eine umfassende Betrachtung sowie Verbesserung der Beziehungspflege darstellen und sollen dabei helfen, Betriebsstörungen durch etwaige Risiken zu vermeiden und somit die Auswirkungen auf das operative Geschäft zu minimieren. Dazu gehört insbesondere eine Erhöhung der Transparenz innerhalb der Lieferkette, die durch Audits der Lieferanten aber auch durch Datenschutz, Arbeitsschutz, Korruptionsprävention oder Umweltschutz erzielt wird. Weiterhin ist festzuhalten, dass länderspezifische Gegebenheiten wie Gesetze, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft nicht ausgeblendet werden dürfen, damit dass Risiko in den einzelnen Wertschöpfungsstufen minimiert wird.

[Glossar-Abbinder]

Synonyms:
Risikomanagement
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