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Supply Chain

Die Supply Chain bzw. Wertschöpfungskette wurde von Michael E. Porter entwickelt. Durch die Wertschöpfungskette wird der Lebenszyklus eines Produktes von der Rohstoffgewinnung bis hin zum Vertrieb und dem anschließenden Kundenservice beschrieben. Dabei ergibt sich aus Unternehmenssicht eine Kette von gegebenenfalls mehreren Vorlieferanten und Vertrieben bzw. Kunden. Durch das Supply Chain Management soll eine Verbesserung der Geschäftsbeziehungen sowie eine daraus resultierende Verbesserung der Effektivität und der Qualität der Zusammenarbeit, sowohl auf vor- als auch nachgelagerte Transaktionen, erzielt werden. Auf diese Weise lassen sich Problemfälle durch mangelnde Kommunikation, wie der Bullwhip-Effekt, der die zunehmenden Schwankungen der Bestellmengen und Bestände entlang der Logistikkette bei stetiger Entfernung vom Endkunden beschreibt, verhindern.

Durch die Einbindung von Corporate Social Responsibility in den Bereich der Supply Chain bzw. des Supply Chain Managements soll sicher gestellt werden, dass nicht alleine eine ökonomische, kurzfristige Gewinnerzielungsabsicht vorliegt. Ziel ist des Weiteren die Schaffung fairer Beziehungen zu Geschäftspartnern, Zulieferern und Konsumenten und die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards in der gesamten Supply Chain. So wird heutzutage beispielsweise erwartet, dass ein Unternehmen von keinem Lieferanten Rohstoffe bezieht, bei dem weder Kinderarbeit kategorisch ausgeschlossen wird oder Mindestlöhne in Entwicklungsländern nicht eingehalten werden. Ein weiteres Beispiel stellt die Vermarktung eines umweltschonenden Produktes dar.

Ein Unternehmen möchte bei dem Vertrieb eines neuen Produktes darauf Wert legen, dass dieses durch einen möglichst umweltschonenden Herstellungsprozess auszeichnet ist, um das Produkt auf dieser Grundlage zu bewerben. Zu diesem Zweck ist für das Unternehmen die Sicherstellung von Umweltstandards in der gesamten Supply Chain wichtig. Falls auf die Einhaltung umweltgerechter Herstellung durch vorgelagerte Unternehmen verzichtet wurde, kann bei Entdeckung dieser Problematik durch diverse Stakeholder ein großer Imageschaden für das Unternehmen entstehen. Zudem ist die mögliche Entwicklung von Bindungswirkungen innerhalb der Unternehmen bzw. die Chance der Bildung von Allianzen positiv anzumerken. So ist es beispielsweise denkbar, dass sich mehrere Unternehmen gegen die Bekämpfung von Dumpinglöhnen zusammenschließen und sich gegenseitig unterstützen.

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