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Wettbewerbsfähigkeit

Wettbewerbsfähigkeit benennt die Eigenschaft eines Unternehmens, in einer Marktwirtschaft mit Konkurrenz durch seine spezifischen Wettbewerbsparameter bestehen zu können. Auf Märkten mit zwei oder mehr Anbietern oder Nachfragern, die sich antagonistisch verhalten, entsteht Wettbewerb, bei dem ein höherer Zielerreichungsgrad eines Marktteilnehmers einen geringeren Zielerreichungsgrad des Wettbewerbers bedingt.

Auch Aktivitäten im Bereich Corporate Social Responsibility können langfristig eine starke Position im Wettbewerb unterstützen. Erzeugt werden kann eine Win-Win-Situation des Wirtschaftens, d. h. eine Implementierung von sozialen, ökologischen und ethischen Aspekten kann die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Unterstützt wird diese Überzeugung durch das Verständnis von CSR als „jenes strategisches wirtschaftliches Handeln, welches zu einer nachhaltigen Entwicklung, zur sozialen Kohäsion, und zum Schutz der Umwelt sowie zu einer besseren Wettbewerbsfähigkeit beiträgt“. Die CSR-Aktivitäten, die über die Bedingungen rechtlicher Compliance hinausgehen, erscheinen, im Zuge der Sichtbarkeit der Grenzen der ökologischen Belastbarkeit und der gestiegenen Bedeutung von Stakeholder-Gruppierungen, sinnvoll. So können sich gerade Investitionen, die gesellschaftlichen Anliegen zu Gute kommen, positiv auf die Unterstützung des Unternehmens durch Stakeholder auswirken.

Da CSR-Aktivitäten, die nur ergänzend zum Management des Kerngeschäfts eines Unternehmens geplant sind, in konjunkturell schwachen Phasen oft vernachlässigt werden, ist die Verbindung von CSR zu den Haupttätigkeiten des Unternehmens unerlässlich. Nur dann bewirken CSR-Konzepte und -aktivitäten eine positive Meinungsbildung in Bezug auf Identität und Authentizität des Unternehmens und können die Wettbewerbsfähigkeit vor dem Hintergrund einer umweltbewussten Gesellschaft und dynamischer Märkte erhalten und steigern. Investitionen im Bereich CSR sollten daher nicht nur extrinsisch motiviert sein, sondern auch auf den Erhalt der eigenen Wertschöpfungsfähigkeit abzielen, indem z.B. der Mitarbeiterproduktivität durch den Erhalt und die Stabilisierung von sozialer Gerechtigkeit Rechnung getragen wird.

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